Die Trompe de Chasse, ein geschichtsreiches Instrument mit Zukunft

1750ca N M Spengler Hl Hubertus web

Eine kurze Einführung in die Geschichte der Trompe

Seite jeher dient das Horn Jägern und Schäfern als Verständigungsmittel, aber auch als Alarm-Instrument. Je nach örtlich vorhandenem Material und den gegebenen technischen Möglichkeiten wurden Hörner aus Tierhorn, Holz, Metall oder sogar aus Elfenbein angefertigt. Aus letzterem leitet sich der Name Olifant ab. Diese nur wenig gebogenen Hörner unterscheiden sich von der gewickelten Trompe durch den Austritt des Schalls, der hier nach vorne gerichtet ist und bei der Trompe nach hinten.

In den Armeen Ludwig des Heiligen (um 1250) waren diese Hörner une die Trompe gleichermassen in Gebrauch.

Die Trompe durchlief mannnigfaltige Entwicklungsstufen. Es gab unterschiedlichste Längen, Formen und Tonarten, auch, um das Instrument der Kerchenmusik oder einer orchestralen Formationen anzupassen.

Erst im Zeitalter Ludwig XV. fand die Trompe de Chasse im Dampierre-Horn seine charakteristische Form und Klangeigenschaft. Dieses Horn (Tromp) hatte einundeinhalb Windungen war in der Tonard -D- gestimmt.

Um 1814 wurde der Durchmesser des Hornes verringert, indem man es mit 3 1/2 Windungen konstruierte. Diese Trompe D'Orléans entspricht unserer heutigen Trompe de Chasse.

 

Die Trompe heute

Die Trompe besticht durch ihre klassische Form und ihre glänzende Materialität.Aber sie ist mehr als nur ein dekorativer Gegenstand, sie ist eng mit der Tradition und Geschichte der Parforcejagd verbunden.

Zum einen als Signalinstrument eingesetzt, ermöglicht sie eine Verständingung der Parforcejäger über weite Entfernungen und das Dirigieren der Jagdhunde.

Zum anderen ist die Trompe in der Kirchenmusik und bei sinfonischen Konzerten ein grandios klingendes Instrument mit unendlich vielen Klagnuancen, vom innigen geistlichen Gesang bis zur schmetternden Fanfare (Bien Aller).

Danke aller durch den Verband gesammelten Dokumente zur Trompe, kann das Instrument und seine Musik aktiv erhalten und gepflegt werden.

 

Die Rolle des Verbandes "Fédération Internationale des Trompes de France"

Der Verband wurde 1928 unter dem Namen "Fédération des Trompes de France" gegründet, er besteht also schon seit fast 100 Jahren. 1965 wurde der Verband in "Fédération Internationale des Trompes de France"(FITF), umbenannt. Seine Aufgaben sind:

  • Weltweiter Zusammenschluss aller Bläser und Trompe-Musik-Liebhaber
  • Organisation von Lehrgängen und Wettbewerben
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Förderung des Gemeinschaftgeistes
  • Erhaltung und Pflege des kulture Erbes
  • Weiterführung der gemeinsamen Tradition mit den Parforce-Jägern in Frankreich

 

Die Organisation FITF

  • Verwaltungstrat
  • Regionale Delegationen (in Frankreich, Deutschland, den BeNelux-Ländern, Italien und USA) mit den jeweiligen Ansprechpartnern für die Mitglieder einer Region. Der "Delegue" einer Region vermittelt zwischen den Bläsern und den leintenden Instanzen der FITF

 

Die Aktivitäten der FITF zur Erhaltung und Pflege der Trompe und ihrer Musik

  • Organisation hochwertiger Repräsentations-Veranstaltungen
  • Hohes Qualitätsmanagement innerhalb der Organisation
  • Ebenso hohes Qualitätsmanagement auf Wettbewerben und Lehrgangsveranstaltungen (stetige Forbildung der Preisrichter und Lehrgangsleiter)
  • Pflege der traditionellen Zusammengehörigkeit  von Parforcejägern und Bläsern, somit Vereinigung des funktionellen und musikalischen Aspekts
  • Erhaltung und Verbreitung des kulturellen Erbes Mitgliederwerbung

 

Die Öffentlichkeitsarbeit der FITF

Vierteljährlich verschickt der Verband dir Informationsschrift "Point du Jour" mit zusammenfassenden Berichten aller aktuellen Ereignisse rund um die Trompe: bulletin d'information trimestriel.

Zum Jahresende erscheint ein grosser Jahrsbericht, in wekchem alle wichtigen Ereignisse des vergangenen Jahres veröffentlicht werden Revue de fin d'année.

 

 

 

 

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