2016 Lamotte Beuvron

"Super schön war's mit so vielen deutschen Bläsern in Lamotte Beuvron zum Grossen Internationalen Festival der FITF, das habe ich selbst noch nie so erlebt. Im ganz Besonderen hat es mir Freude gemacht, mit unserem deutschen Trompe-Nachwuchs einen sooo schönen Auftritt erleben zu dürfen, das hat mich sehr, sehr berührt. Ebenso, dass mich die Kids bei der Abfahrt am letzten Tag gefragt haben, wann ich das nächste Mal wieder in den Chiemgau komme. Selbstverständlich werde ich sie bei nächster Gelegenheit besuchen. 

Die Organisation und der Ablauf des Festivals war, wie immer gut, aber der Wettbewerb sollte, wenn möglich nicht bis tief in die Nacht gehen. Natürlich ist es schwierig, alle Prüfungen, wie die Einzel-, Duo-, Trio-, und Gruppenwettbewerbe auf den Zeitraum von 2 Tagen unterzubringen. Aber vielleicht liesse sich da noch etwas "umorganisieren".

Im Stillen habe ich einmal überschlagen, wieviele Kilometer die Deutschen Trompebläser pro Person im Schnitt gefahren sind, dabei wird es einem ganz schön schwindelig. Bayern 9 aktive Bläser ca 1200 km einfachen Weges, Baden-Württemberg 2 Bläser mit ca. 750 km einfach, Hessen 1 Bläser mit ca. 900 km einfach, Niedersachsen 3 Bläser mit ca. 1200 einfach und ein deutscher Bläser, der im Elßass wohnt mit ca. 800 km, macht für alle deutschen Trompebläser hin und zurück mal zwei genommen zusammen rund 35.000 km!

Ich bin stolz auf Euch! Es macht Freude Euer Délégué zu sein. Auch sich für den Grand Concours bei den Regional-Wettbewerben zu selektionieren ist alle Ehre wert. Darum liebe deutsche Trompebläserschaft, bitte weiter üben und weiter mit Freude an der Trompe bleiben! Irgendwann klappt es mit der nächsten Cathegorie.  

Herzlichen Dank auch an die FITF und ihre vielen ehrenamtlichen Helfer für die tolle Organisation.

In der Region Allemagne werden auch 2017 wieder Stages in Walzbachtal und in Bad Schussenried stattfinden. Die Organisatoren würden sich über eine rege Teilnahme freuen. Der Concours Regional und ein kleines Konzert wird im Anschluss an den Stage in Walzbachtal am ersten Juni-Wochenende 2017 stattfinden .
Viel Spaß beim Üben, jeden Tag 2x15min macht mega Spass!"

Roger GilpertSection Allemagne

 

2016 web Bayr Jungwoelfe LamotteBeuvron 04

Mit acht Jungbläsern der Trompe-Gruppe „Die Bayerischen Jungwölfe“ aus Traunstein machte sich Konstanze Hofinger am frühen Morgen des 1. September auf den Weg Richtung Frankreich in die Gegend der berühmten Loire-Schlösser.

Ziel war das Internationale Trompe-Festival der „Fédération des Trompes de France“, kurz FITF, das am Wochenende des 3. und 4. September auf dem Gelände der grossen National-Reitsport-Anlage:

Parc Équestre Fédéral in 41600 Lamotte-Beuvron ausgetragen wurde. 

 

Anlässlich dieses Festivals waren rund 600 Bläser aus ganz Frankreich, Deutschland, den Beneluxländern, Italien und der Schweiz gekommen, um sich den verschiedenen Wettbewerben im Solo, aber auch Duo, Trio und in Gruppenformationen mit bis zu 18 Bläsern zu stellen. 

Dementsprechend gross war die Vorfreude auf das Ereignis. Seit zwei Jahren und teilweise auch kürzer lernen die Traunsteiner Kinder das Naturhorn, die Trompe zu blasen und hatten sich mit einem umfangreichen Repertoire an auswendig gelernten Fanfaren und deren bläserischer Umsetzung gut für die Wettbewerbe vorbereitet.

Der Freitag, ein Tag vor dem Wettbewerb, gab Gelegenheit, eines der Loire-Schlösser, nämlich „Cheverny“, die Perle der Loire-Schlösser zu besichtigen.

 

Am Samstag, dem ersten Wettbewerbstag begannen die Prüfungen um 8:30 Uhr und die erste Prüfung der Bläserjugend, der Débutanten-Wettbewerb mit 36 Teilnehmern war für 11:00 terminiert. 

Die acht einheitlich gekleideten Traunsteiner Kinder wurden am Wettbewerbsgelände herzlich empfangen und begrüßt. Jeder hatte Augen für die Gruppe der Jungbläser, für die bei soviel Zusprache auch die sprachliche Barriere kein Problem war und schnell hatten alle Kinder das Gefühl, dazu zu gehören. 

Beim Wettbewerb für Débutanten wurden die Teilnehmer auf Gruppen von jeweils max. 10 Bläsern aufgeteilt, um in einer Reihe nacheinander mit dem Rücken zu den Richtern ihre individuell gewählte Fanfare aus dem Repertoire von ca. 60 Fanfaren zu blasen. Mit dem Rücken deshalb, weil sich der Schalltrichter der Trompe nach „hinten“ öffnet und die Richter so die bläserische Qualität besser beurteilen können. 

Souverän und selbstbewusst stellten sich alle acht Kinder dieser Prüfung und ihre Wettbewerbsplatzierungen zeigten, dass sie durchaus mithalten konnten. Vinzent Hofinger erreichte den 6. Platz von 36.

 

Nachmittags folgte der zweite Wettbewerb, diesmal für Jungbläser bis max. 14 Jahre. Bei 35 Grad im Schatten durfte sich nun jeder einzeln den Richtern vorstellen und eine Fanfare seiner Wahl blasen. Eine aufregende Sache, die aber ebenfalls selbstsicher von allen Kindern bewältigt wurde.

Nach den Siegerehrungen des Tages folgte nun das Abendprogramm des Festivals mit dem Championat der am Nachmittag selektionierten besten Solo-Bläser und Gruppen. Und - als angekündigte musikalische Einlage des Abends - der Auftritt der „Les Louvarts de Bavière“, der „Bayerischen Jungwölfe“.  

Vor rund 1000 Zuschauern und vor Aufregung fiebernd, warteten die acht Jungbläser auf ihren Auftritt. Hierfür hatten sie zwei aufwändige mehrstimmige Gruppenstücke einstudiert: Das „Fete au Chateau“ von J. Cantin und das „Chant Final“ von H. Heinrich. 

Unterstützt von ihrer Gruppenleiterin Konstanze Hofinger, dem deutschen Delegierten der FITF Roger Gilpert, Anne Tessmann im Bass und der deutschen Erste- (und damit höchste) Kategorie-Bläserin Marion Rieke trugen die acht Jungbläser beide Stücke sicher vor. Der Applaus war riesengross und die Kinder superstolz. 

Bei den Siegerehrungen am zweiten Tag bekamen „Die Bayerischen Jungwölfe“ vom Präsidenten der FITF Antoine de la Rochefoucauld eine gläserne Trophäe für ihre erfolgreiche Teilnahme an den Wettbewerben überreicht. 

Stolz und um viele Erlebnisse reicher kehrten alle Jungbläser wieder wohlbehalten zurück nach Traunstein.

Saint-Hubert in Belgien ist Internationale Hauptstadt der Trompe

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Die Fédération Internationale des Trompes de France,

die Fédération des Trompes du Benelux und

die Stadt Saint-Hubert sind übereingekommen,

 

die wallonische Stadt Saint-Hubert in Belgien als

Internationale Hauptstadt der Trompe anzuerkennen.

 

Historischer Hintergrund:

 

  • Die Legende des Heiligen Hubertus ist eine der wichtigsten Gründungslegenden der Trompe-Musikkultur
  • Die Gebeine des Heiligen Hubertus, zunächst in Lüttich begraben, wurden nach Andage, dem späteren Saint-Hubert übertragen
  • Der Benediktiner-Orden mit seinem zu Ehren des Hl. Hubertus gegründeten Kloster hat massgeblich die Entwicklung der Stadt Saint-Hubert beeinflusst
  • Die Heiligenverehrung des Hubertus zieht europaweit Pilger nach Saint-Hubert, was der Stadt internationale Bekanntheit verleiht

 

Hintergrund in Verbindung mit der Trompe-Musikkultur:

 

  • Die Trompe ist mit ihren vielen Veranstaltungen rund um diese Musikkultur seit vielen Jahrzehnten sehr präsent in Saint-Hubert
  • Seit den 1970er Jahren wurden in Saint-Hubert durch die Fédération Internationale des Trompes de France, die Fédération des Trompes du Benelux (ehemals Fédération des Trompes de Belgique) die ersten internationalen Lehrgänge veranstaltet.
  • Die Stadt Saint-Hubert hat die beiden Verbände FITF und FTB eingeladen, ihre Lehrgänge  zum Erhalt und zur Pflege der Trompe-Musikkultur aufzunehmen und künftig fortzusetzen
  • Die Stadt Saint-Hubert hat die erfolgreiche Anerkennung der „l’Art du Sonneur de Trompe“ 2016 bei der Fédération Wallonie-Bruxelles mitunterstützt

 

Die Anerkennung der wallonischen Stadt Saint-Hubert in Belgien als internationale Hauptstadt der Trompe wird von folgenden Ländern und ihren Trompe-Vertretungen gegengezeichnet:

 

  • Fédération Internationale des Trompes de France
  • Fédération des Trompes du Benelux asbl
  • La Ville Saint Hubert, Belgien
  • L’Amicale Suisse des Trompes de Chasse
  • Initiative Trompe Deutschland
  • Accademia di Sant’Umberto Turin Italien

 

Die Beurkundung findet im Rahmen der St-Hubertus-Messe zum Namenstag 

am 3. November 2016 in Saint-Hubert statt.

 

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